Page 25 - Ärzteblatt Rheinland-Pfalz, August-Ausgabe 2018
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Neues aus der KV                    Die KV Rheinland-Pfalz informiert

Brückenbauer zwischen Kommunen und
Entscheidern

Im Juni 2018 ging die neue Beratungsstelle für Kommunen der Erforderliche Maßnahmen müssen dazu aber im Schulter-

KV RLP an den Start. Damit eröffnet sich für Gemeinden ein schluss mit der Politik und den Gemeinden vor Ort erreicht

spezielles und innovatives Beratungsfeld der KV RLP.                werden.“

Städte und Verbandsgemeinden können ab sofort auf ein kos- Es hat sich gezeigt, dass es einen hohen Beratungsbedarf bei
tenloses, qualifiziertes und individuelles Beratungsangebot der den Kommunen gibt, um die Herausforderungen in der medi-
KV RLP bei drohenden ärztlichen und psychotherapeutischen zinischen Versorgung zu bewältigen. Die KV RLP ist auf dem
Versorgungsengpässen zurückgreifen. Die Beratungsstelle Gebiet der ambulanten ärztlichen Versorgung Experte und
reagiert aber nicht nur auf mögliche Anfragen, sondern geht verfügt wie keine andere Institution über umfassendes Fach-
auch in Eigeninitiative auf die Kommunen zu. Das ist dann der wissen, langjährige Beratungserfahrung und relevante Infor-
Fall, wenn in bestimmten Gebieten ein großer Handlungsbe- mationen, sodass die Ansiedlung der Beratungsstelle für Kom-
darf besteht. „Der Versorgungsforschung der KV RLP liegen munen hier die optimale Entscheidung war.
umfassende Informationen vor. Dadurch kann die Beratungs-
stelle den Kommunen jederzeit einen umfassenden Gesamt-
überblick der Versorgungssituation in der Region bieten“, so Dr.
Nadja Moreno, Leiterin Abteilung Sicherstellung der KV RLP.

Ziel: Flächendeckendes Versorgungsnetz auch
in Zukunft

Ferner will die Beratungsstelle bei Bedarf die Diskussionspro-

zesse in den Kommunen begleiten, um die Entwicklung und

Umsetzung von Ideen zu unterstützen. Insofern ergänzt die

Einrichtung das bereits bestehende Angebot der KV RLP für                                     Arkadius Adamczyk betreut

Ärzte, zum Beispiel die Zulassungs- und Kooperationsberatung                                  die neue Beratungsstelle

und die betriebswirtschaftliche Beratung. „Diese zusätzlichen                                 Kommunen.

individuellen Fachberatungen für kommunale Vertreter verste-

hen sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Die Gemeinden sollen moti- Arkadius Adamczyk ist jetzt der direkte Ansprechpartner für die

viert werden, innovative medizinische Versorgungskonzepte zu Kommunen. Für ihn ist es sehr wichtig, dass es nicht nur bei der

entwickeln. Hierfür bieten wir ihnen Informationsveranstaltun- klassischen Beratertätigkeit bleibt; er setzt vielmehr auf eine

gen und gezielte Workshops, um Projekte anzustoßen und zu enge Zusammenarbeit zwischen der KV RLP, den ortsansässi-

begleiten“, erläuterte Harald Allmendinger, Ressortleiter Bera- gen Ärzten und den kommunalpolitischen Entscheidungsträ-

tung der KV RLP.                                                    gern. Die Fallkonstellationen sind regional höchst unterschied-

                                                                    lich und erfordern somit individuelle und kreative Lösungsan-

Das neue Beratungsangebot wird über die nächsten zwei Jahre sätze aller beteiligten Akteure.

gemeinsam von der KV RLP und dem Landesgesundheitsminis-

terium im Zukunftsprogramm „Gesundheit und Pflege – 2020“ Fest steht, dass das Arbeiten auf dem Land für die Mediziner

finanziert. Gemeinsames Ziel ist, die wohnortnahe ambulante facettenreich und erfüllend sein kann, wenn alle Beteiligten auf

Versorgung in Rheinland-Pfalz insbesondere in ländlichen die Bedürfnisse der Ärztinnen und Ärzte eingehen.

Gegenden auch in Zukunft zu gewährleisten. Dazu sollen die

Akteure im Gesundheitswesen mit den Kommunen eine

gemeinsame Strategie entwickeln. „Im internationalen Ver-

gleich steht das stark ländlich geprägte Rheinland-Pfalz mit

seinem dichten Netz an ärztlicher Versorgung sehr gut da“,

betonte der Vorstandsvorsitzende der KV RLP, Dr. Peter Heinz.

„Zum Beispiel beträgt der Anfahrtsweg bis zum nächsten Haus-

arzt durchschnittlich nur 1,5 Kilometer. Das soll auch so bleiben.

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