Page 7 - Ärzteblatt Rheinland-Pfalz, März-Ausgabe 2018
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A ktuell




            im Darmkrebsmonat März eine gemeinsame Fortbildungsver-
            anstaltung an. Unter dem Motto „Vermeiden statt leiden!“ infor-
            mieren verschiedene Referenten in Fachvorträgen über Risiken,
            Vorsorge und Diagnostik sowie über Nachsorge und Rehabili-
            tation von Darmkrebs. Aber auch die Früherkennung steht auf
            dem Programm. Begleitet wird die Darmkrebswoche mit der
            Wanderausstellung der Landeszentrale für Gesundheitsvor-
            sorge. Die Fortbildungswoche startet am 3. März 2018 um
            15 Uhr in der Kreisverwaltung Bad Kreuznach. Weitere Infos:
            www.kreis-badkreuznach.de



            Neue stiftungsprofessor für Geriatrie
            in Mainz


            Als eine der ersten Universitätskliniken in Deutschland hat die                                           Foto: Markus Schmidt
            Universitätsmedizin Mainz 2016 als Teil des Zentrums für Allge-
            meinmedizin und Geriatrie eine eigene Abteilung für die Ver-
            sorgung von geriatrischen Patienten eingerichtet. Dessen   Die Universitätsmedizin hat eine neue Stiftungsprofessur
                                                             Geriatrie. Stiftungsinhaber, Stifter und Universitätsmedi-
            ärztlicher Leiter Professor Dr. Roland Hardt ist nun auch Inhaber   zin stellen diese gemeinsam vor (v.l.n.r.): Ingo Nehrbaß
            der Stiftungsprofessur für Geriatrie. Mit der Besetzung der von  (Geschäftsführer der G. und I. Leifheit-Stiftung Nassau),
            der G. und I. Leifheit-Stiftung Nassau in siebenstelliger Höhe  Dr. Josef Peter Mertes (stv. Vorsitzender der G. und I. Leif-
            geförderten Professur nehme die Geriatrie an der Universitäts-  heit-Stiftung  Nassau),  Prof.  Dr.  Roland  Hardt  (Ärztlicher
            medizin Mainz weiter Fahrt auf.                  Leiter der Abt. für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinme-
                                                             dizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz und
                                                             Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie), Univ.-Prof.
            Die Erforschung und Entwicklung neuer, geriatrischer Versor- Dr. Norbert Pfeiffer (Vorstandsvorsitzender und Medizi-
            gungsformen gewinne aufgrund des demografischen Wandels  nischer  Vorstand der Universitätsmedizin Mainz) und
            immer mehr an Bedeutung. So werden im Jahr 2020 rund    Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann (Wissenschaftlicher
            23  Prozent  der  in  Rheinland-Pfalz  lebenden  Menschen  über    Vorstand der Universitätsmedizin Mainz).
            65 Jahre alt sein. Die am stärksten gewachsene Bevölkerungs-
            gruppe werde dann mit einem Bevölkerungsanteil von   Stifters Günter Leifheit, älteren und kranken Menschen zu hel-
            7,3 Prozent die Gruppe der Hochaltrigen über 80 Jahre und  fen. Dazu zählt auch die medizinische Forschung. In der von
            älter sein. „Die medizinische und pflegerische Versorgung erfor- uns finanzierten und neu eingerichteten Stiftungsprofessur
            dert besondere Kompetenzen und stellt auch die universitäre  verbinden sich beide Ziele hervorragend. Wir sind fest davon
            Spitzenmedizin vor neue Herausforderungen“, so der  Vor- überzeugt, dass von ihr eine landesweite Signalwirkung ausge-
            standsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitäts- hen wird.“                    (eb)
            medizin Mainz, Univ.-Professor Dr. Norbert Pfeiffer. „Mit der
            eigens für die Versorgung von geriatrischen Patienten einge-
            richteten Abteilung will die Universitätsmedizin Mainz die
            geriatrische Versorgung interdisziplinär, intersektoral, interper-
            sonell stärken und weiter entwickeln“.

            Sabine Bätzing-Lichtenthäler begrüßte als Gesundheits- und
            Demografieministerin die Besetzung der Stiftungsprofessur:
            „Seit dem ersten Geriatriekonzept der Landesregierung aus
            dem Jahr 2009 konnten wir die Geriatrie an mehr als 20 Stand-
            orten im Land mit über 1.000 ausgewiesenen Betten in Kran-
            kenhäusern und konstanten Kapazitäten in den fünf geriatri-
            schen Rehabilitationseinrichtungen etablieren. Es freut mich
            sehr, dass wir von dieser Stiftungsprofessur einen wichtigen
            Beitrag gerade zur intersektoralen  Weiterentwicklung einer
            patientenorientierten  Versorgung in  der Geriatrie erwarten
            können.“

            Der stellvertretende Vorsitzende der G. und I. Leifheit-Stiftung
            Nassau Dr. Josef Peter Mertes erklärte: „Es war der Wille unserer


                                                                            Ärzteblatt Rheinland-Pfalz ❙ 3/2018  7
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